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Dies und Das

Dies und Das

Anja Reservat in Madagaskar

Madagaskar ist berühmt für seine Lemuren. Diese Halbaffen sind nur hier Zuhause. Es leben zurzeit mehr als 100 Arten auf der Insel und Forscher entdecken immer noch neue. Die Forscher sind stark an Madagaskar interessiert, denn 80% der Pflanzen- und Tierwelt. Madagaskars sind endemisch, d.h. sie kommen nur hier vor. Seit einiger Zeit interessieren sich immer mehre Besucher für das Anja Reservat in Ambalavao.  Anfangs hat die Verwaltung von der Bauerngemeinschaft nur wenige Besucher registriert. Aber zurzeit hat sich die Zahl von Interessenten verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gemeinschaft von Anja ist ein geschütztes Naturreservat, das im Jahre 1998 gegründet wurde. Seine Fläche beträgt 30ha und liegt südlich von Ambalavao. Das Reservat wird von einer Lokalgemeinschaft organisiert, die von der Verwaltung der großen Parks in Madagaskar unabhängig  ist. Die Dorfbewohner am Anja Reservat engagieren sich, um die Besonderheiten der Fauna zu bewahren und den Umweltschutz in die Tat umzusetzen. Dank dieser Organisation können viele Dorfbewohner, circa 300 Personen unmittelbar davon profitieren und arbeiten vor Ort als Lokalführer oder Wegbegleiter. Das Anjareservat ist ein Trockenwald, der sich am Fuß des Granitfelsen „die drei Töchter“ befindet. Die Fauna und die Flora sind allein in diesem Reservat vielfältig. Es beheimatet viele Heilpflanzen und als besonderer Anziehungspunkt sind hier drei Arten von Lemuren zu finden, darunter der tagaktive Katta – der berühmte Lemur mit dem schwarz-weißen Ringelschwanz. Die Kattas leben in großen Gruppen und die Sichtung dieser Lemuren in freier Wildbahn ist nahezu garantiert. Es werden zwei Rundwanderwege angeboten, um mehr von diesem Park kennenzulernen.

Die Beschneidung in Madagaskar

Die Beschneidung ist eine ganz wichtige Tradition in Madagaskar. Zu Beginn der Winterzeit in Madagaskar beschließen viele madagassischen Eltern ihre noch nicht beschnittenen Jungen „in Männer zu verwandeln“ durch das Ritual der Beschneidung. Es ist eine lange Tradition, die schon viele Generationen von den Vorfahren weitergegeben worden ist. Die „Famorana“ findet auch deshalb im Winter statt, damit die Wunde schneller heilt. Alle madagassischen Jungen sollen diese Etappe durchlaufen – es findet statt in deren zweiten oder dritten Lebensjahre. Ein traditioneller Medizinmann führt die Beschneidung aus und ein Werkzeug wie Schere oder Messer wird benutzt, um die Vorhaut zu schneiden. Die Beschneidung wird ganz früh am Morgen durchgeführt, aber in der Nacht vor der Beschneidung beginnt das Fest. Die Familien treffen sich. Es wird gesungen und getanzt. Ein Zuckerrohrstamm wird in das Zimmer der Eltern des Jungengestellt. Damit wünscht man ihnen viele weitere männliche Nachfahren. In der Morgendämmerung holen alle Männer in der Familie und der Verwandtschaft Wasser aus einer heiligen Quelle ab. Das Wasser darf nur von einem Mann getragen werden, dessen Eltern noch leben. Bei der Rückkehr werden die Männer von der Familie, die ihnen bereits entgegenläuft, empfangen. Mit dem Wasser wäscht der Medizinmann seine Hand und seine Werkzeuge. Die Vorhaut, die er in eine Banane steckt, wird von dem Vater geschluckt. Bis der Wunde verheilt ist, trägt der Junge ein gewandähnliches Kleid. Erst nach diesem Verfahren wird der Junge als Mann akzeptiert. Falls ein Junge unbeschnitten stirbt, wird er nicht im Familiengrab bestattet sondern daneben.

Litschis aus Madagaskar

Wenn Sie nach Madagaskar reisen – egal zu welcher Jahreszeit – dann können Sie sich immer an der Fülle und Vielfalt der Früchte erfreuen. Jede Saison und jede Region von Madagaskar hält für Sie besondere Überraschungen bereit. Von November bis Januar ist die richtige Zeit, in der die Litschis allmählich tonnenweise auf dem einheimischen Markt zu sehen sind. Alle freuen sich auf diese leckeren Früchte, die so saftig und erfrischend sind. Sowohl die Bauern als auch die Exporteure sind dieses Jahr mit der Ernte zufrieden. Für ein solch gutes Ergebnis müssen alle Faktoren passen, weil Litschis viel Regen und Wärme benötigen.  Deswegen sind der Osten und der Südosten von Madagaskar diejenigen Teile der Insel, wo die meisten Früchte – unter anderem auch Litschis – wachsen. Nicht nur die Einheimischen können diese „Litschi-Zeit“ genießen, sondern auch Sie – denn Madagaskars Litschis landen auch auf dem europäischen Markt.