Mahajanga und seine Sehenswürdigkeiten

 

mahajanga12Viele Regionen in Madagaskar sind eine Reise wert und eine davon ist die Provinz von Majunga, die im Nordwesten von Madagaskar liegt. Wenn man Majunga erwähnt, sind der im Stadtzentrum mehr als tausend Jahre alte große Baobab (Adansonia Digitatata) und die Strände nicht wegzudenken.

 

Natürlich hat Majunga darüber hinaus auch andere interessante Sehenswürdigkeiten. 12 km von der Stadt entfernt befindet sich die Halbinsel und das Fischerdorf Katsepy, das man mit der Piroge in ungefähr 45min erreichen kann. Man kann dort schöne Ausflüge entlang der Strände unternehmen und anschließend die Besichtigung des Turmes, um die schöne Aussicht über die Bucht und den Kanal von Mozambik zu genießen. Für Edelsteinfans ist ein weiteres Ausflugsziel die Zelestine Grube in Sakoany, 13km südlich von Katsepy.

 

Im Mitsinjo Distrikt, gehört das Reservat von Mahavavy-Kinkony zu den wichtigsten Gebieten der Arterhaltung der Vögelwelt West- Madagaskars. Es hat eine Fläche von ca 300 000 ha und ist damit eines der größten neuen Schutzgebiete Madagaskars.100% der Vögeln der West-Madagaskars sind hier zu Hause. Dort ist auch eine Heimat von Reptilien, Amphibien, 9 Lemurenarten wie z.B der Larvensifaka, Deckensifaka und der Mauslemur. Der Kinkony See und die um ihn liegenden Seen haben ein großes ökotouristiches sowie soziokulturelles Potential.

 

Außerhalb der Stadt Majunga, 2km nördlich von dem Strand Amborovy, lohnt eine Besichtigung der einzigartigen geologischen Formation „le Cirque rouge“ (der rote Felsenkessel). Die Farbabstufung im Gestein von Pastel, über Goldbraun- bis Rot, die aus den Meeresbewegungen und der Erosion entstanden sind, bildet eine großartige Kulisse. Kunsthandwerker nutzen die Farbenvielfalt des Sandes, um schöne Flaschen mit lokalen Motiven und Mustern zu gestalten.

 

Auf keinen Fall verpassen sollte man den Markt von Mahabibo, wo ein Genuss für alle Sinne und die besondere Markstimmung ist.

Litschis aus Madagaskar

 

big 31653505 0 250-188Wenn Sie nach Madagaskar reisen - egal zu welcher Jahreszeit - dann können Sie sich immer an der Fülle und Vielfalt der Früchte erfreuen. Jede Saison und jede Region von Madagaskar hält für Sie besondere Überraschungen bereit. Von November bis Januar ist die richtige Zeit, in der die Litschis allmählich tonnenweise auf dem einheimischen Markt zu sehen sind. Alle freuen sich auf diese leckeren Früchte, die so saftig und erfrischend sind. Sowohl die Bauern als auch die Exporteure sind dieses Jahr mit der Ernte zufrieden. Für ein solch gutes Ergebnis müssen alle Faktoren passen, weil Litschis viel Regen und Wärme benötigen.  Deswegen sind der Osten und der Südosten von Madagaskar diejenigen Teile der Insel, wo die meisten Früchte - unter anderem auch Litschis - wachsen. Nicht nur die Einheimischen können diese „Litschi-Zeit“ genießen, sondern auch Sie – denn Madagaskars Litschis landen auch auf dem europäischen Markt.

Die Beschneidung in Madagaskar

 

Die Beschneidung ist eine ganz wichtige Tradition in Madagaskar. Zu Beginn der Winterzeit in Madagaskar beschließen viele big 31200525 0 250-187madagassischen Eltern ihre noch nicht beschnittenen Jungen „in Männer zu verwandeln“ durch das Ritual der Beschneidung. Es ist eine lange Tradition, die schon viele Generationen von den Vorfahren weitergegeben worden ist. Die „Famorana“ findet auch deshalb im Winter statt, damit die Wunde schneller heilt. Alle madagassischen Jungen sollen diese Etappe durchlaufen - es findet statt in deren zweiten oder dritten Lebensjahre. Ein traditioneller Medizinmann führt die Beschneidung aus und ein Werkzeug wie Schere oder Messer wird benutzt, um die Vorhaut zu schneiden. Die Beschneidung wird ganz früh am Morgen durchgeführt, aber in der Nacht vor der Beschneidung beginnt das Fest. Die Familien treffen sich. Es wird gesungen und getanzt. Ein Zuckerrohrstamm wird in das Zimmer der Eltern des Jungengestellt. Damit wünscht man ihnen viele weitere männliche Nachfahren. In der Morgendämmerung holen alle Männer in der Familie und der Verwandtschaft Wasser aus einer heiligen Quelle ab. Das Wasser darf nur von einem Mann getragen werden, dessen Eltern noch leben. Bei der Rückkehr werden die Männer von der Familie, die ihnen bereits entgegenläuft, empfangen. Mit dem Wasser wäscht der Medizinmann seine Hand und seine Werkzeuge. Die Vorhaut, die er in eine Banane steckt, wird von dem Vater geschluckt. Bis der Wunde verheilt ist, trägt der Junge ein gewandähnliches Kleid.
Erst nach diesem Verfahren wird der Junge als Mann akzeptiert. Falls ein Junge unbeschnitten stirbt, wird er nicht im Familiengrab bestattet sondern daneben.

Anja Reservat in Madagaskar

 

big 32516031 0 250-187Madagaskar ist berühmt für seine Lemuren. Diese Halbaffen sind nur hier Zuhause. Es leben zurzeit mehr als 100 Arten auf der Insel und Forscher entdecken immer noch neue. Die Forscher sind stark an Madagaskar interessiert, denn 80% der Pflanzen- und Tierwelt. Madagaskars sind endemisch, d.h. sie kommen nur hier vor. Seit einiger Zeit interessieren sich immer mehre Besucher für das Anja Reservat in Ambalavao.  Anfangs hat die Verwaltung von der Bauerngemeinschaft nur wenige Besucher registriert. Aber zurzeit hat sich die Zahl von Interessenten verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gemeinschaft von Anja ist ein geschütztes Naturreservat, das im Jahre 1998 gegründet wurde. Seine Fläche beträgt 30ha und liegt südlich von Ambalavao. Das Reservat wird von einer Lokalgemeinschaft organisiert, die von der Verwaltung der großen Parks in Madagaskar unabhängig  ist. Die Dorfbewohner am Anja Reservat engagieren sich, um die Besonderheiten der Fauna zu bewahren und den Umweltschutz in die Tat umzusetzen. Dank dieser Organisation können viele Dorfbewohner, circa 300 Personen unmittelbar davon profitieren und arbeiten vor Ort als Lokalführer oder Wegbegleiter. Das Anjareservat ist ein Trockenwald, der sich am Fuß des Granitfelsen „die drei Töchter“ befindet. Die Fauna und die Flora sind allein in diesem Reservat vielfältig. Es beheimatet viele Heilpflanzen und als besonderer Anziehungspunkt sind hier drei Arten von Lemuren zu finden, darunter der tagaktive Katta - der berühmte Lemur mit dem schwarz-weißen Ringelschwanz. Die Kattas leben in großen Gruppen und die Sichtung dieser Lemuren in freier Wildbahn ist nahezu garantiert. Es werden zwei Rundwanderwege angeboten, um mehr von diesem Park kennenzulernen.

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